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  Der Frankfurter Nabel der Welt    
 


08. März 2006

Yakatoou oder der Nabel der Welt
Die WM-Stadien 2006 im Blick Manfred Wegeners

In einem indianischen Märchen beschreibt das Wort "Yakatoou" den Mittelpunkt der Erde oder auch den Nabel der Welt. Ein bestimmtes Gelände wird nach genau festgelegten Regeln hergerichtet, hier treffen sich die Mitglieder eines Stammes zu spirituellen Sitzungen.

Der Fotograf Manfred Wegener ließ sich von diesem Märchen leiten. Im Auftrag von sport.ARD.de bereiste er alle Spielstätten der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006Ô, die zwölf Arenen fotografierte er mit dem neugierigen, fragenden und sezierenden Blick eines Wissenschaftlers: Menschenleer sind seine Bilder. Die vertrauten Räume wirken merkwürdig fremd. Tribünen, VIP-Lounges oder selbst der Rasen verlieren unter seinem Blick ihre ursprüngliche Funktion. Dabei sind die architektonischen Bildern frei von jeder Effekthascherei. Wegener beantwortet die Symmetrie der Orte mit zentralperspektivischen Kompositionen. Eine weiße Linie auf grünen Rasen läuft mittelachsig auf einen überdimensionalen Frauenbusen zu. Ein rätselhaftes schwarzes Viereck hängt gegen den blauen Himmel. Es scheint, als wäre der Fotograf auf der Suche. Aber je genauer er hinsieht, desto fremder schauen die Gegenstände zurück.

Die Bilder Wegeners zeigt das Deutsche Sport & Olympia Museum bis zum 11. Juni 2006 in seiner Galerie. Insgesamt gezeigt werden 17 Arbeiten, der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, dem 10. März 2006, um 19.00 Uhr durch Museumsdirektor Dr. Christian Wacker.

 

 
 

 

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