03. Dezember 2007
Aus verständlichen Gründen spielen nationale Gesichtspunkte und Gewichtungen bei der Auswahl und Darstellung von Ereignissen und Personen im Rahmen unserer musealen Arbeit eine besondere Rolle. Dennoch war und ist es für das Deutsche Sport & Olympia Museum selbstverständlich, die Entwicklung des internationalen Sportgeschehens stets mitzuverfolgen und angemessen zu berücksichtigen. Die Dokumentation der Geschichte der Olympischen Spiele sei hierfür beispielhaft genannt.
Dennoch bleiben vielfach Lücken, von denen erfreulicherweise nun eine geschlossen werden konnte. Die Rede ist von dem in Basel beheimateten Tennisspieler Roger Federer, der seit Jahren nicht nur seine Sportart dominiert, sondern als einer der herausragenden Protagonisten des aktuellen Weltsports gilt. Als Sohn einer Südafrikanerin und eines Schweizers im Jahre 1981 geboren, feierte er seit seiner ersten Profi-Saison 1998 schnell erste internationale Erfolge. Mittlerweile steht er seit 199 Wochen an der Spitze der Tennis-Weltrangliste, belegt mit 12 Grand Slam-Siegen hinter dem mit 14 Erfolgen führenden Pete Sampras den 2. Platz in der Allzeit-Bestenliste und hat gerade erst in Shanghai zum vierten Mal den Masters-Cup, die Weltmeisterschaft der acht besten Profis einer Saison, gewonnen.
Der mit Auszeichnungen und Ehrungen vielfach bedachte Champion – so wurde er 2005, 2006 und 2007 zum Weltsportler des Jahres gewählt - tritt jedoch nicht nur auf den Centre Court dieser Welt sympathisch und erfolgreich auf, sondern nutzt seine Popularität und seinen Einfluss auch mit einer eigenen Stiftung dazu, Projekte in den Bereichen Schule, Bildung und Jugendsport in zahlreichen, armen Ländern zu fördern.
Für das Deutsche Sport & Olympia Museum ist es daher eine besondere Freude und Ehre, von Roger Federer einen handsignierten Tennisschläger aus der Saison 2006, in der er bis auf die French Open zum dritten Mal in seiner Karriere drei Grand Slams in einer Saison gewinnen konnte, für die Sammlung geschenkt erhalten zu haben. |