06. Februar 2007
An den spielfreien Tagen der Finalrunde der IHF-Handball-WM 2007 fanden im Museum drei Diskussionsveranstaltungen rund um das Thema „Handball“ statt, zu denen sich einige Handball-Legenden im Museum einfanden.
Hans-Günther „Hansi“ Schmidt übergab den Final-Ball aus dem Europacupspiel des VfL Gummersbach gegen den SC Dynamo Berlin aus dem Jahre 1977. Der „Erfinder“ des verzögerten Sprungwurfs galt in den 60er und 70 er Jahren als weltbester Vereinsspieler. Für den VfL Gummersbach warf der 1,96 m große Rückraumspieler in 173 Einsätzen 1066 Tore.
Erhard Wunderlich, 1999 zu Deutschlands „Handballer des Jahrhunderts“ gewählt, war ein Angriffsspieler der Extraklasse, der für die deutsche Nationalmannschaft in 140 Länderspielen 503 Tore erzielte. 1983 wechselte er von Gummersbach zum FC Barcelona und wurde durch einen mit 2,5 Mio DM dotierten Vierjahresvertrag zum bestbezahlten Handballer der 80er Jahre. Für das Museum trennte sich der Weltmeister von 1978 von seinem Barcelona-Trikot und stellte sogar sein Nationalmannschaftstrikot samt Weltmeisterplakette zur Verfügung.
Der „Hexer“, wie Torwart Andreas Thiel aufgrund seiner außergewöhnlichen Reflexe, die besonders die Siebenmeterschützen verzweifeln ließen, auch genannt wurde, schenkte dem Museum seinen für ihn typischen Jogginganzug, den er als Torwart trug. Der gelernte Jurist wurde in den 80er Jahren sieben Mal zum Handballer des Jahres gewählt und war von 1993 – 1996 Vizepräsident des DHB.
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