12. Januar 2007
Am 12. März 2007 hatten der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Sport & Olympia Museum Professor Walther Tröger und Museumsdirektor Dr. Christian Wacker zu einer Jahrespressekonferenz in die Kurt-Brumme-Galerie des Deutschen Sport & Olympia Museums eingeladen. Gemeinsam wollten sie das zurückliegende Jahr zusammenfassen und eine Ausblick auf das kommende Jahr geben. Walther Tröger betonte, dass die schwierigen Anfangsjahre des Museums überwunden sind und der Bestand des Museums, unter der Voraussetzung, dass alle, die die finanzielle Mitverantwortung für die Museumsexistenz tragen, auch ihre zugesicherten Grundleistungen erbringen, gesichert ist. Christian Wacker betonte, dass das Museum zunehmend auch aus Eigeninitiative viel zur Stabilisierung seiner wirtschaftlichen Grundlagen beiträgt und verwies auf die guten Entwicklungen in den Bereichen Sonderausstellung, Abendveranstaltungen und Besucher hin. 145.616 Menschen besuchten 2006 das Museum gegenüber 102.147 im Vorjahr. Dies bedeutet einen Anstieg um 42,5 %, was nicht nur auf die herausragenden Sportereignisse des Jahres 2006 zurückzuführen ist, denn dieser Trend setzte sich auch in den ersten drei Monaten 2007 fort. Über die zurückliegenden Ereignisse wurden hier bereits berichtet, der Ausblick auf das Jahr 2007 verspricht weitere interessante Ausstellungen und Projekte. Der großen Sonderausstellung „Sport macht sexy“, die am 23. März 2007 eröffnet wird, werden in diesem Jahr noch zwei Ausstellungen folgen: „Kilometerfresser“ - Eine Ausstellung anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Köln Marathon, vereint mit großformatigen Bildern die schönsten Szenen dieser Veranstaltung. Parallel dazu sollen Kölnerinnen und Kölner aufgerufen werden, ihre persönlichen Erinnerungsstücke für diese Ausstellung im Sommer abzugeben. Die Besucher gestalten die Ausstellung also selbst, wobei die Hoffnung besteht, eine Fülle von Erinnerungen präsentieren zu können. Nach Ausstellungsende werden die Gegenstände natürlich wieder zurückgegeben. „Coubertin und die Kultur“ - Auch diese Ausstellung wird im Museum konzipiert und stellt erstmalig Bilder der Künstlerfamilie Pierre de Coubertin aus. Vor dem Hintergrund des hohen Kulturinteresses Coubertins wird schnell klar, weshalb die Kunst- und Kulturwettbewerbe der frühen Olympischen Spiele einen sehr hohen Stellenwert hatten. Die Ausstellung wird anschließend in Paris, Tartu, Lausanne und London gezeigt. Kleinere Präsentationen finden in steter Folge im Salon statt: „sportlich – Skulpturen von Birgid Helmy“ wird zur Zeit gezeigt; eine Präsentation von japanischen Netsuke-Figuren, Tonfiguren mit Sumoringerdarstellungen aus dem 17./18. Jahrhundert folgt im Juni und weitere Themen werden der Nachlass von Adelson gemeinsam mit dem Basler Sportmuseum sowie die Sammlung Egidius Braun und die Sammlung Hahn sein. Insbesondere um im Veranstaltungsbereich zukünftig flexibler und effizienter handeln zu können wurde im Dezember 2006 die -dksm- Deutsche Kultur & Sport Marketing GmbH, als stiftungseigene Gesellschaft gegründet. Nun ist es dem Museum möglich, komplexe Veranstaltungen eigenständig und ohne Agentur abzuwickeln. Mit seinen Partnern hat die -dksm- bereits das „Champions Dinner“ des Landes NRW zur Ehrung der Medaillengewinner des Landes (300 Gäste), das public viewing zum Handball (ca. 3.000 Gäste an drei Tagen), die Partyveranstaltung „sounds good“ (ca. 500 Gäste) und die Präsentation des neuen Porsche (ca. 700 Gäste) eigenständig durchgeführt. Das einzigartige sportliche Ambiente des Museums, das auch den Gästen der Veranstaltungen offen steht, unterstützt das ambitionierte Ziel des Museums, ein herausragender Veranstaltungsort in Köln zu sein und diese Position zu festigen. Allein im Jahr 2006 wurden über 120 Veranstaltungen im Museum durchgeführt. Für drei weitere Projekte sind bereits die Grundsteine gelegte und an ihrer Entwicklung wird intensiv gearbeitet werden. Mit dem Aachener Verlag Meyer & Meyer wurde eine Partnerschaft vereinbart und als erstes gemeinsames Projekt das Magazin zur Ausstellung „Sport macht sexy“ produziert. Mit der Sportredaktion des Kölner Stadtanzeigers wurde auf Grundlage der Diskussionsrunden zum Fußball und zum Handball eine Veranstaltungsreihe konzipiert, die unregelmäßig stattfindend 2007 Fahrt aufnehmen soll. Außerdem wird das Museum im Herbst 2007 mit dem griechischen Antikendienst in Olympia und Elis sowie dem Deutschen Archäologischen Institut in Athen eine Forschungsprojekt am antiken Hippodrom in Olympia und den Gymnasien in Elis, dem Olympischen Dorf der Antike, durchführen. Mit einem Radarmessgerät werden unterirdische Mauerzüge kartiert, um Erkenntnisse über die Strukturen dieser Gebäude zu gewinnen. Beide Anlagen sind bislang unbekannt.
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