zur Dauerausstellung
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Alles auf einen Blick - ein Wegweiser durch das Museum
 

 

15. Februar 2008

Sammlungsgeschichten

Frauenpower

Der deutsche Fußball verfügt mit den Nationalmannschaften der Männer und Frauen über zwei herausragende Protagonisten. Auch wenn der Männersport in der öffentlichen Wahrnehmung und Wertschätzung sowie insbesondere in ökonomischen Bedeutung dominiert, so haben doch die Frauen, was die sportlichen Meriten anbelangt, den Männern längst den Rang abgelaufen. Immerhin schlagen bei den Frauen seit 1989 insgesamt sechs Europameisterschafts- und zwei Weltmeisterschaftstitel positiv zu Buche. Im letzteren Fall konnte der Titelgewinn von 2003 durch einen 2:0 Endspiel-Sieg gegen Brasilien im Jahre 2007 dank einer starken kämpferischen Mannschaftsleistung sogar verteidigt werden.

Dieser "märchenhafte" Erfolg und die damit einhergehende Begeisterung zeitigen jedoch gewisse Begleiterscheinungen. SO wächst in Fan- und Sammlerkreisen das Verlangen nach entsprechenden Erinnerungsstücken. Bei den diesbezüglichen Anstrengungen besonders hoch im Kurs stehen dabei Gegenstände, die einen persönlichen Bezug zu den Spielerinnen aufweisen.

Daher hat sich das Deutsche Sport & Olympia Museum sofort nach dem erneuten Gewinn der Weltmeisterschaft an den Deutschen Fußball-Bund gewandt, um von dort "authentische" WM-Materialien zu erhalten. Als attraktive Neuerwerbung und bleibende Erinnerung verfügt das Museum jetzt über das Trikot mit der Nummer 20 der 66-fachen Nationalspielerin Petra Wimbersky, die auch zum Mannschaftskader bei WM in China gehörte. Damit jedoch nicht genug: zusätzlich finden sich als geballte Frauenpower auf der Vorderseite die Original-Unterschriften der Teamkolleginnen.

 
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  Jubel der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft nach dem Gewinn der zweiten Weltmeisterschaft 2007 in China.    
 

Handballrausch

Handball "made in Germany" ist ein anerkanntes Qualitätsprodukt und genießt derzeit höchstes Ansehen in aller Welt. Dazu beigetragen haben nicht allein die jüngsten Erfolge der Nationalmannschaft mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2007 und dem vierten Platz bei der Europameisterschaft 2008, sondern gleichfalls die schier unglaublichen Erfolge des THW Kiel. So gelang es der Mannschaft um Erfolgstrainer Zvonimir "Noka" Serdarusic´im Jahre 2007 insgesamt fünf nationale und internationale Titel zu erringen - eine im traditionsreichen Vereinshandball bislang unerreichte Leistung.

Nach dem Gewinn des DHB-Pokals und der Deutschen Meisterschaft - immerhin der 13. Titel für die "Zebras" genannten THW-Handballer und damit die alleinige Rekordhalterschaft - folgten Siege in der Champions League und im Supercup. Den Abschluss bildete der Triumph in der erstmals durchgeführten Champions Trophy, der Europameisterschaft für Vereine.

In all diesen Spielen ragte aus einer insgesamt auf allen Positionen stark besetzten Mannschaft immer wieder der schwedische Rückraumspieler und gefährliche Torschütze Stefan Lövgren heraus. So verwundert es nicht, dass sein Trikot mit der Rückennummer 10 in Fankreisen mittlerweile Kultstatus genießt.

Das Deutsche Sport & Olympia Museum ist sehr glücklich, das von Stefan Lövgren signierte Trikot, zusätzlich "veredelt" durch die Original-Unterschriften seiner Mitspieler, als Schenkung erhalten zu haben und somit über ein bleibendes Erinnerungsstück an das sportliche Superjahr 2007 des THW Kiel zu verfügen.

 
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  Champions League-Finale am Sonntag, dem 29. April 2007 in der Kieler Ostseehalle. Der Kieler Kapitän Stefan Lövgren hält jubelnd den Pokal nach dem Sieg im Finale gegen die SG Flensburg - Handewitt hoch    
 

Siegertyp

Daniel Unger kann wieder lachen. Nachdem sein Traum von einer Teilnahme als Triathlet an den Olympischen Spielen in Athen 2004 durch eine schwere Erkrankung - das Pfeiffersche Drüsenfieber - geplatzt war, und es zudem lange Zeit nicht absehbar war, ob es für ihn sportlich überhaupt weitergehen könnte, errang der 29-jährige Oberschwabe am 02. September 2007 vor rund 200.000 Zuschauern in Hamburg den Weltmeistertitel über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen). Gleichzeitig bedeutete dies die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking 2008.

In seinen Anstrengungen, wieder Anschluss an die Weltspitze zu finden, fand Daniel Unger tatkräftige Unterstützung bei seinem neuen Arbeitgeber, der Sonthofener Firma Filser Sport & Marketing und der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Letztere leistet finanzielle Entschädigungen an den Arbeitgeber, wenn dieser den Athleten für Training und Wettkampf von der Arbeit freistellt.

Das vorbildliche Verhalten von Daniel Unger, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen, stattdessen konzentriert seine Ziele weiter zu verfolgen und letztlich mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft belohnt zu werden, war für das Deutsche Sport & Olympia Museum ein hinreichender Grund, sich um den Erhalt von entsprechenden Dokumentationsmaterialien zu bemühen. So konnten dank der Mithilfe durch die Deutsche Triathlon Union mehrere WM-Plakate und Broschüren sowie ein kompletter Medaillensatz dem Sammlungsbestand zugeführt werden. Das zentrale Objekt ist jedoch, das von Daniel Unger signierte WM-Wettkampftrikot, steht bislang zwar noch auf der Wunschliste, es besteht aber die begründete Hoffnung auf eine baldige Übernahme.

 
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  BU: Der Deutsche Daniel Unger läuft am Sonntag (02.09.2007) in Hamburg bei der Triathlon-WM der Männer durch das Ziel. Unger gewann die Triathlon-WM in einer Zeit von 1:43:18 und hat sich damit für die Olympischen Spiele 2008 qualifiziert.    
 

 

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